Regionale Fachgruppe
IT-Projektmanagement

Kopfbild STZ-ITPM
Professionelles Projektmanagement

Archiv älterer Berichte der Fachgruppen-Treffen

« zurück zum Archiv der Fachgruppen-Berichte

Bericht vom Treffen der regionalen Fachgruppe "IT-Projektmanagement"

am 19. Juni 2009, 18 Uhr in Stgt-Mitte, Kienestr. 35, K5, hinter dem Haus der Wirtschaft

zum Themenfeld

Ausbildung als Projektleiter, Karriere als Projektleiter

An diesem Abend ging es um unsere eigene Ausbildung und unsere Karriere.
Wie sollte die Ausbildung eines IT-Projektleiters eigentlich aussehen, und wie ist es in der Praxis?
Und welche Karriere-Aussichten hat ein IT-Projektleiter?
Ein großes Risiko soll er tragen, aber wird dafür auch mit einer guten Karriere belohnt?

Als Referenten hatten sich diesmal gemeldet:
Dr. Karen Dittmann, Friedhelm Müller, Dr. Karsten Hoffmann



  • Karrieren im IT-Geschäft (Friedhelm Müller, selbständiger Coach für Team- und Personalentwicklung)

    Karriereverläufe von gestern und heute unterscheiden sich gravierend. Der „flexible Mensch“ ist gefordert. Orientierte man sich in der Vergangenheit an Laufbahnmodellen, die eine Organisation oder ein PM-Institut vordefinierte, so werden Menschen in der Zukunft ihre eigene Karriere als eine Folge von aufeinander aufbauenden „Erfahrungs-Zyklen“ gestalten. Zukünftig stehen Lernen statt Wissen und Arbeitsmarktfähigkeit statt Job-Sicherheit im Vordergrund.
    Darüber hinaus erwarten Potentialträger von ihrer Karriere mehr als nur Arbeitszufriedenheit. Sie wollen als ganzer Mensch gefordert sein, sich mit ihrem Leben identifizieren und trennen nicht mehr das Arbeitsselbst von dem persönlichen Selbst. Für jeden Menschen ist die „Karriere“ ein ganz persönliches Lebensprojekt, gestaltet aus der persönlichen Mitte, weniger entlang von vordefinierten Wegen. Neben den klassischen „Bilderbuch-Karrieren“ gibt es viele weitere Möglichkeiten, seinen Weg zu finden. Die neuen Herausforderungen haben Konsequenzen für die Personalentwicklung in den Unternehmen und Konsequenzen für die Gestaltung der eigenen Karriere. 

    Friedhelm Müller konzentrierte sich in dem Beitrag auf Fragen zur persönlichen Karrieregestaltung: Was sind die aktuellen Herausforderungen und wie finde und gestalte ich meine ganz persönliche „Karriere“? Er erzählte u.a. von seinen persönlichen Lebensweg und den Brüchen, die es im Laufe seiner beruflichen Karriere gegeben hat - ohne diese hätte er manchen Entwicklungssprung vermutlich nicht gemacht.

    Der Referent stellte schließlich Entscheidungshilfen sowie ungewöhnliche Methoden zur Gestaltung der eigenen „Karriere“ vor ("Anker", die der Betreffende bezüglich seiner beruflichen Vorlieben allmählich kennenlernt)


    » Vortragsfolien (PDF, 197.6 KByte)

  • PM-Ausbildung in einem IT-Unternehmen (Dr. Karen Dittmann, Fa. aeb Stuttgart)

    Wenn ein IT-Unternehmen wächst, verändern sich nicht nur die Ansprüche des Unternehmens an die Mitarbeiter, sondern auch die Ansprüche der Mitarbeiter an das Unternehmen. Die AEB GmbH ist ein solch stetig wachsendes Unternehmen.
    Das Unternehmen AEB fragte sich:
    • Wie kann ich die Projektmitarbeiter für immer größere, komplexere und zunehmend internationale Projekte qualifizieren?
    • Wie kann ich erfahrene Projektleiter für eine langjährige Mitarbeit im Bereich Projekte motivieren?
    • Die Mitarbeiter fragten sich: Warum gelingt es mir zu selten große Projekte erfolgreich abzuschließen?
    • Welche Karriere steht mir im Projektbereich offen?
    Im Vortrag berichtete Dr. Dittmann am Beispiel der AEB GmbH über das dort entwickelte Konzept: Wie ein Karriereweg in Verbindung mit einer umfassenden IT-Projektmanagementfortbildung den Projekt-Mitarbeitern des Unternehmens Zukunftsperspektiven geben soll.


    » Vortragsfolien (PDF, 712.6 KByte)

  • Kompetenzen des Projektleiters - ICB 3.0 erweitert das Themenfeld (Dr. Karsten Hoffmann, Steinbeis-Transferzentrum IT-Projektmanagement)

    Der Hauptschwerpunkt der 1999 beschlossenen IPMA Competence Baseline Version 2.0 (kurz: ICB 2.0) lag auf der Beschreibung des notwendigen Wissens und der erforderlichen Erfahrung zur Bewältigung fachlich-methodischer PM-Fragen. Daneben behandelte sie auch das von einem Projektmanager verlangte persönliche Verhalten und den übergreifenden Kontext, in dem Projektmanagement betrieben wird.

    Für die Entwicklung hochwertiger Projektpläne und die Erzielung guter Ergebnisse spielen heute die soziale und personale Kompetenz des Projektmanagers, wie z. B. Motivationsfähigkeit und Mitarbeiterführung, neben den fachlich-methodischen Kompetenzen eine wesentliche Rolle. Darüber hinaus muss der Projektmanager den organisatorischen, wirtschaftlichen und sozialen Kontext des Projekts erfolgreich bewältigen.
    Aus diesen Gründen hat die International Project Management Association (IPMA) 2007/2008 die Beschreibung notwendiger Projektmanagement-Kompetenzen nun in der neuen ICB 3.0 erweitert und in drei Bereiche gegliedert:
    den fachlich-methodischen Bereich, den Verhaltensbereich und den Kontextbereich.
    Unter der Überschrift Kompetenzbasiertes Projektmanagement (PM3) wurden 46 Elemente definiert zur Beschreibung der anzustrebenden Kompetenz eines Projektmanagers, d.h. des Fachmannes, der ein Projekt plant und lenkt (4 Beispiele: Selbststeuerung, Stressbewältigung, Ethik, aber auch: Geschäft).

    Der Referent zeigte an Hand von Beispielen die Erweiterungen der ICB 3.0, mit der die wichtigsten Kompetenzfelder eines Projektmanagers aktuell beschrieben werden.

    In der folgenden Diskussion wurde u.a. die Frage aufgeworfen, ob diese erweiterten Kompetenz-Beschreibungen nicht einen noch höheren Anspruch und also Druck auf die Projektmanager/Projektleiter ausüben werden.
    Der Referent wies darauf hin, dass insbesondere die Verhaltenskompetenzen an Beispielen wie Offenheit oder Wertschätzung gerade solche positiven Verhaltensweisen von Führungskräften beschreiben, die heute noch oft mangelhaft entwickelt sind, zum Leidwesen der geführten Mitarbeiter. Die Erfüllung solcher Anforderungen kann so zur Verbesserung des Arbeitsklimas und der Motivation für alle Beteiligten beitragen.


    » Vortragsfolien (PDF, 2.0 MByte)

 
Außerdem haben wir - am Beginn unseres Meetings am 19.6.09 - die Themen und Termine bis zum Jahresende 2009 festgelegt, die im Folgenden aufgeführt sind.

Die nächsten Termine und Themenfelder der Fachgruppe IT-Projektmanagement:
  • Freitag, 31.7.2009, ab 18 Uhr: Sommer-Stammtisch der Fachgruppe IT-PM im Biergarten des Stadtgarten Stuttgart, zwischen Hauptbahnhof und Planetarium
     
  • Freitag, 18.9.2009, 18 Uhr: Change-Management bei Migration/Modernisierung, Lernangst&Überlebensangst, Führung im PM
    Referenten: Michael Paulsen, Friedhelm Müller, Dr. Dieter Massa
     
  • Freitag, 30.10.2009, 18 Uhr: Produktmanagement, PM in Projekten mit Standard-SW, Requirement Analysis
    Referenten: Thomas Schmischke, Michael Paulsen, Dr. Karen Dittmann
     
  • Freitag, 4.12.2009, 18 Uhr: PM & Stress - mit Stress besser umgehen, Spielregeln & Teamvertrag, Gesundheitsbewusste Teamführung
    Referenten: Joachim Hildebrand, Kim Aries, Anja Leuchtmann


(Autor: Karsten Hoffmann)

 

Aufnahme in den Adress-Verteiler der Fachgruppe: Bitte mindestens Namen, Unternehmen und eMail angeben, gerne auch zusätzlich einen Ort und eine Telefonnummer:

« zurück zum Archiv der Fachgruppen-Berichte

« zurück zur Startseite STZ IT-PM