Regionale Fachgruppe
IT-Projektmanagement

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Bericht vom Treffen der regionalen Fachgruppe "IT-Projektmanagement"

am 30. Oktober 2009, 18 Uhr in Raum Freiburg, Haus der Wirtschaft, S-Mitte

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Requirement Analysis, Produktmanagement, PM in Projekten mit Standard-SW

Es ging diesmal vor allem um die Anforderungsanalyse, nicht nur für individuelle SW-Entwicklung sondern auch dort, wo Standard-Software angepasst werden muss. Als Beispiel betrachteten wir auch Standard-Anwendungssoftware wie SAP oder andere ERP-Systeme oder andere SW-Produkte, die definiert, beschrieben, programmiert, getestet und ausgeliefert werden müssen, bevor dann der Wartungszyklus einsetzt.

Die Referenten des Abends:
Dr. Karen Dittmann, Michael Paulsen, Thomas Schmischke

  • Geschichte einer Bestandsaufnahme (Dr. Karen Dittmann)

    Wie nähere ich mich als Projektteam einer Anforderungsanalyse, die auf 300 User Requirements und 50 definierten Geschäftsprozessen des Kunden basiert?
    Wie stelle ich sicher, dass die Umsetzung aller Anforderungen im Pflichtenheft adäquat beschrieben werden? Welche Granularitätsstufe wähle ich für die Beschreibung?
    Wie verteile ich das Wissen um die Anforderungen im Team?
    Wie beschreibe ich die Umsetzung so, dass auch der Kunde sie versteht?
    Wie strukturiere ich die Anforderungsbeschreibung, dass Testbögen, Abnahmen und Dokumentation darauf basieren können?

    In einem Erfahrungsbericht beschrieb die Referentin, wie eine Bestandsaufnahme bei einem Schweizer Pharmakonzern durchgeführt wurde. Und berichtete, wie Erfahrungen aus dieser Bestandsaufnahme in heutige Vorgehensweisen bei der AEB GmbH eingeflossen sind. 


    » Vortragsfolien (PDF, 1.7 MByte)

  • ...Vater sein dagegen sehr - Ansatz eines ganzheitlichen Requirements Engineerings (Michael Paulsen, Leiter IT Großversandhaus Bader und selbständiger Berater)

    Warum scheitern immer noch so viele IT-Projekte? Im Gegensatz zu anderen Großvorhaben (Hochbau, Flugzeugindustrie u.ä.), bei denen jeder weiß, worum es geht, haben ihre inneren Strukturen selten den nötigen Reifegrad, der ihrer Komplexität entspricht.
    Wir können aber in der IT komplexe Projekte nicht wie in anderen Industrien betreiben, solange wir (noch?) keine vergleichbaren Standards haben. Deshalb muss  sich derzeit noch quasi jedes Projekt neu erfinden. "
    Der Erfolg hat viele Väter, der Misserfolg ist eine Waise" sagt der Volksmund.
    Der Vortrag versuchte, dieser alten Redewendung eine proaktive Sicht abzugewinnen und Anregungen zu geben, wie man mit einer systemdynamischen Betrachtungsweise der Komplexität von IT-Projekten vielleicht besser Herr wird; besser gesagt: eigentlich gerade nicht Herr, denn wie bei der Kindererziehung liegt das Geheimnis in einer Mischung aus Liebe, gegenseitigem Respekt und Vertrauen, einem klaren Wertesystem - und Demut gegenüber den Grenzen der eigenen Einflussmöglichkeiten.. 

    Der Beitrag von Herrn Paulsen hatte wieder eine sehr gute Resonanz - er hat aber Folien aus dem Unternehmen gezeigt, für das er gerade arbeitet, diese können hier nicht publiziert werden.
    Stattdessen bereitet Herr Paulsen ein WORD-Dokument auf, das die Inhalte erläutert und das hier demnächst zum Download zur Verfügung steht.
  • Standardsoftware-Projektmanagement geht anders. Oder nicht? (Thomas Schmischke, Inhaber der Return on Concept GmbH & Co. KG)

    Liest man von IT-Projektmanagement, so werden in 95% der Fälle Vorhaben der Individualsoftware-Entwicklung geschildert. Der allergrößte Teil des Restes sind dann hardware-nahe Projekte, RZ-Umzüge und ähnliches. Es toben Diskussionen über SCRUM vs. Wasserfall-Modell, agiles PM, PRINCE2 vs. IPMA etc.

    Dabei gibt es in Deutschland mindestens einen weltweit relevanten Hersteller, der alleine schon 85.000 Kunden hat. Über 100.000 Freiberufler für verschiedenste Standardsoftware-Produkte. Über 200 mittlere und größere Systemhäuser mit Standardsoftware-Schwerpunkten. Und hier tobt nichts. Wie gehen "die" denn methodisch vor? Was fordern die Kunden? Womit unterstützen die Hersteller? Was beeinhalten die sogenannten "Zertifizierungen"?

    Am Beispiel der SAP, einiger ihrer Produkte und aus dem Rückblick 20 jähriger Projekt- und PM-Tätigkeit zeigte Thomas Schmischke einige Ähnlichkeiten und Unterschiede in den Projekten und dem daraus resultierenden PM-Vorgehen auf. Nach Schilderung typischer Settings/Projekttypen und Projektrollen zeigte er ein spezifisches Werkzeug und stellte den Bezug zu etablierten Methoden her.

    Bei entsprechendem Teilnehmer-Interesse sind hier auch weitere Aktivitäten in der Fachgruppe denkbar.


    » Vortragsfolien (PDF, 3.2 MByte)



(Autor: Karsten Hoffmann)

 

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