Regionale Fachgruppe
IT-Projektmanagement

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Professionelles Projektmanagement

Regionale Fachgruppe IT-Projektmanagement in Stuttgart

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Bericht vom Treffen der regionalen Fachgruppe "IT-Projektmanagement"

am 11. April 2014, 18.15 Uhr in Haus der Wirtschaft, Willi-Bleicher-str. 19, Stuttgart-Mitte

zum Themenfeld

Projektmanagement klassisch versus agil // Agile Elemente im klassischen Umfeld

Der Abend drehte sich diesmal um das Thema "Projektmanagement klassisch versus agil" und "Agile Elemente im klassischen Umfeld".

Nach einigen Jahren agiler Praktiken in unterschiedlichsten Branchen, Umfeldsituationen und Aufgabenstellungen ist es interessant, gerade von den Praktikern die Vor- und Nachteile agiler Vorgehensweisen zu diskutieren. Nicht immer ist "agil" auch erfolgreich, und nicht immer ist es die "wirtschaftlichste" Vorgehensweise. Für welche Beispiele scheint agiles Vorgehen besonders geeignet (und mit welchen agilen Methoden) und in welchen Situationen ergibt das klassische Vorgehen (nach Wasserfall etc.) auch gute oder sogar die bessere, effizientere Lösung.

Ein weiterer Aspekt ist einerseits die rein "entwicklungsgetriebene" Sichtweise, zu der agiles Vorgehen oft die bessere "Lern-Atmosphäre" schafft, andererseits die "managementgetriebene" Sichtweise, die - gerade in Verbindung mit Abteilungen wie dem Einkauf - eher zum klassischen Vorgehen tendiert, oft mit dem (infrage zu stellenden) Argument, "damit Kosten und Zeit nicht aus dem Ruder laufen".
Lassen sich die Vorteile beider Sichtweisen miteinander verbinden?

Die Referenten des Abends: Dirk Jahnke, Matthias Marquart , Marco Klemm / Thomas Starz.

Nachfolgend die Berichte von den Impulsvorträgen des Abends:


  • Agiles Projektmanagement ist nur eine Illusion! (Dirk Jahnke, adesso AG)

    In diesem Vortrag wird die These aufgestellt: Agiles Projektmanagement ist nur eine Illusion!

    Agilität ist in aller Munde, es gibt kaum ein Unternehmen, das nicht agile Ansätze versucht oder verwendet. Der Begriff der Agilität ist an sich derart positiv besetzt, dass auch keinerlei Kritik geäußert werden kann oder gar darf. Wer nicht zumindest agile Ansätze verwendet ist scheinbar "out-of-date". Diese Tabuisierung führt zu einer Blindheit gegenüber der Eignung von agilen und traditionellen Projektansätzen.

    Als Jahrgang '62 hat der Referent in seiner Vergangenheit zahlreiche Projekte begleitet und geleitet. In den letzten 5 Jahren jedoch war er nur noch in agilen Projekten unterwegs. Beim letzten Treffen der Fachgruppe IT Projektmanagement... ist ihm so richtig bewusst geworden, wie fremd ihm einige Dinge geworden sind. Im agilen Umfeld ändern sich nicht nur die Füllung des Methodenrucksacks, der Kompetenzrahmen und damit die Machtinstrumente, sondern auch ganz besonders die innere Einstellung. Ihm ist aufgefallen, wie häufig er über Aussagen und Begriffe aus dem Projektmanagement "gestolpert" ist, weil die agilen Alarmglocken schellten. Aber was macht diesen Unterschied aus? Und was ist denn nun besser?

    Im Rahmen des Vortrags wurde dies herauszuarbeiten und damit die aus subjektiven Erfahrungen entstandene These, dass es so etwas wie ein "agiles Projektmanagement" gar nicht geben kann, zur Diskussion gestellt.
    Der Vortrag bildete einen guten Auftakt zu einem sehr spannenden und inhaltsreichen Themenabend, zu dem diesmal 65 Teilnehmer gekommen waren.
     


    » Vortragsfolien (PDF, 628.2 KByte)

  • Agile Techniken in klassischen Organisationen (Marco Klemm / Thomas Starz, mITblick)

    Auf der letzten Konferenz in Berlin gab es eine Diskussionsrunde, ob und inwieweit Scrum für bestimmte Projekte geeignet ist. Es fallen Statements wie „Wenn du nur Teile von Scrum einsetzt, bekommst du nicht den vollen Nutzen“. Schlagwörter wie „Scrum-but“ (wir machen Scrum, aber…) und „Scrum-and“ (machen Scrum und zusätzlich…) irren durch die Landschaft und verunsichern veränderungswillige Unternehmen.

    Seit mittlerweile über eine Dekade setzen Marco und Thomas agile Ansätze wie Scrum, Kanban, Agiles Requirements Engineering und eXtreme Programming für die Projektabwicklung ein. Beide waren unter den ersten Scrum-Praktikern in Deutschland, haben die Entwicklung von Anfang an verfolgt und sammelten sehr früh Erfahrungen, ob und wie das mit klassischen Organisationen zusammenpasst.

    Sie brachten ihre differenzierte Sicht und jede Menge Praxisbeispiele mit, mit denen wir gemeinsam in die Diskussion gekommen sind. Und Marco trieb die 65 Teilnehmer mehrmals quer durch den Raum und schaffte es so, dass Bewegung in den Abend kam. Einen kleinen Eindruck bekommt man durch die eingelagerten Bilder des Abends in den folgenden Folien.
     


    » Vortragsfolien (PDF, 812.9 KByte)

  • Agil vs. Klassisch – Hauptsache erfolgreich! (Matthias Marquart, BADER Großversand)

    Agilität ist in aller Munde, ist sie auch wirklich immer der Schlüssel zum Erfolg?
     
    Jedes Projekt bedarf einer ausgiebigen Vorbereitungsphase, darunter zählt auch die Auswahl der richtigen Methode. Wer hier investiert legt die Grundsteine für eine erfolgreiche Projektarbeit.
    Aber wie erkenne ich diese Voraussetzungen, damit methodisch die richtige Entscheidung getroffen wird?
    Genau hierzu lieferte der Referent Ideen mit auf den Weg - als weiterer Baustein für ein erfolgreiches Projektgeschäft.

    Der Referent ist tätig im Themenfeld "Unternehmensentwicklung" bei der BRUNO BADER GmbH + Co. KG in Pforzheim.


    » Vortragsfolien (PDF, 984.7 KByte)

An diesem Abend hatten wir mit 65 Teilnehmern - so viele wie noch nie (die bisherige Höchstzahl lag bei 58).
Es war ein sehr inhaltsreicher Abend, an dessen Ende wir gemeinsam zu der Erkenntnis kamen, dass wir genug Themen und Fragestellungen haben, um dem Thema "Agil versus klassisch" noch mindestens einen weiteren Themenabend zu widmen.

Als Themen wurden u.a. folgende Stichworte genannt:
  • Vertragsgestaltung bei agilem Vorgehen (dazu haben wir Hinweise auf zwei Juristen, die hierzu ggfs. referieren könnten)
  • Agilität und Requirement Engineering (auch dazu haben wir schon 2 interessierte Referenten)
  • The story behind the user story – Herausbekommen, was der Kunde wirklich braucht

Diese "Fortsetzung" zum Thema gibt es wahrscheinlich am 10. Oktober 2014, aber das wird noch besprochen und dann bekannt gemacht.

Vielen Dank an alle Beteiligten, ihren Beiträgen und ihrem Durchhaltevermögen - wir haben dieses Mal bis nach 21.30 Uhr getagt, und fast alle waren noch da!


(Autor: Karsten Hoffmann)

 

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