Regionale Fachgruppe
IT-Projektmanagement

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Professionelles Projektmanagement

Fachgruppe IT-PM - Aktuelle Berichte vergangener Treffen

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Bericht vom Treffen der regionalen Fachgruppe "IT-Projektmanagement"

am 14. Februar 2014, 18.15 Uhr in Steinbeis-Haus, K5 (EG), Kienestr. 35, Stuttgart-Mitte

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Wie kann man aus Fehlern im Projekt lernen? Was bedeutet "Offene Fehlerkultur"?

Der Abend drehte sich diesmal um das Thema "Lessons learned" und "Lernen aus Fehlern".

Dazu braucht es im Unternehmen natürlich eine gewisse Offenheit, eine offene Fehlerkultur, damit sich "nahe Beteiligte" oder Personen mit einer gewissen Vertrautheit und Vertraulichkeit überhaupt ehrlich über gute und schlechte Erfahrungen, Mängel und Fehler sowie Verbesserungsvorschlägen austauschen können.

Ein weiterer Aspekt betrifft die Lessons learned: Was tun, wenn im nächsten Projekt wieder dieselben "Lessons" auftreten wie im vorigen? Also, wie können wir absichern, dass aus gelernten Fehlern abgelaufener Projekte wirklich eine veränderte Herangehensweise bei neuen Projekten erfolgt?

Die Impulsvorträge hielten: Anna Brucherseifer, Nikolas Gehbauer und Dr. Karsten Hoffmann.
 

  • Unerwartete Fehler als Chance (Anna Brucherseifer, Projektleiterin, Pilz GmbH & Co. KG)

    Fehler decken Unstimmigkeiten in der Zusammenarbeit auf. Werden sie als Chance betrachtet, fällt das Lernen daraus viel leichter. Eine offene Fehlerkultur wirkt dabei wie ein Katalysator für einen selbst, für das Team und für das Unternehmen.

    Dieser Beitrag befasst sich u.a. mit verschiedenen Fehlerarten und -kategorien (z.B. erwartete, unerwartete, unvermeidbare) und gibt Tipps für das Aufspüren von Risiken, das Vermeiden von Fehlern, das Lernen aus Fehlern und für das Etablieren einer offenen Fehlerkultur.

     


    » Vortragsfolien (PDF, 529.2 KByte)

  • Arbeit mit einem Fehlertagebuch: Widersprüche, Erfahrungen, Feedbackkultur (Nikolas Gehbauer, Systementwickler, Deutscher Sparkassen-Verlag)

    Ein Erfahrungsbericht zur Einführung von Feedbackrunden, Lessons Learned und Fehlertagebuch gegen leise und laute Widerstände.

    "Wir machen keine Fehler!". Eine verständliche Haltung bei Projekten, die ein unternehmenskritisches Produktionssystem mit einem Durchsatz von 300.000 Debitkarten pro Tag betreffen. Diese Grundhaltung verhindert jedoch das Lernen aus Erfahrung. In den betroffenen und beteiligten Organisationseinheiten schleichen sich negative Prozesse ein.

    Schätzfehler, Fehler in den Releaseabläufen sowie der Kommunikation und Testfehler können sich in Bugs und wuchernden Aufwänden manifestieren. Den offenen Umgang mit Fehlern hatten wir rasch als ein Gegenmittel identifiziert, aber wie sollten wir mit etwas umgehen, dass es gar nicht gibt?


    » Vortragsfolien (PDF, 1.1 MByte)

  • Agiles Vorgehen: Mut-Kultur braucht Fehler-Kultur (Dr. Karsten Hoffmann, Leiter Steinbeis-Transferzentrum IT-Projektmanagement)

    Aktuelle IT-Projekte stehen oft unter Zeitdruck, mit begrenztem Budget soll in kurzer Zeit eine neue Lösung geschaffen werden, die noch niemand genau kennt. Hier bietet Agiles Vorgehen bessere Chancen als der traditionelle Wasserfall. Dies bedeutet aber, es müssen rasche Entscheidungen getroffen und damit Risiken eingegangen werden. Ziel einer Iteration (Version) im Entwicklungszyklus ist nicht nur das Schaffen neuer Funktionalitäten. Es ist auch immer ein Ausprobieren, ein Lernen durch Versuch und Irrtum (Alistair Cockburn: A cooperative game of invention and communication).

    Mutig Vorwärtsschreiten und dabei Lernen - es ist klar, das dies nur durch entsprechende Fehler- und Lernkultur erreicht werden kann.
    Neben Grundsätzlichem zu Agil, Mut und Risiko sind auch praktische Beispiele wie Fehleranalyse-Sitzung oder Retrospektive erläutert worden.
     


    » Vortragsfolien (PDF, 579.5 KByte)



(Autor: Karsten Hoffmann)

 

Aufnahme in den Adress-Verteiler der Fachgruppe: Bitte mindestens Namen, Unternehmen und eMail angeben, gerne auch zusätzlich einen Ort und eine Telefonnummer:

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