Regionale Fachgruppe
IT-Projektmanagement

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Bericht vom Treffen der regionalen Fachgruppe "IT-Projektmanagement"

am 14. September 2007, 18 Uhr in Stgt-Mitte, Kienestr. 35, K5, hinter dem Haus der Wirtschaft

zum Themenfeld

Management großer IT-Projekte, Beispiel Toll-Collect

Die medienwirksame Darstellung vom Scheitern großer IT-Projekte lässt jeden vermuten, dass das Management großer Projekte besonders ist. Aus eigenen Erfahrungen vermuten viele Projektleiter kleinerer und mittlerer Projekte, dass ein um Faktor 10 oder gar 100 größeres Projekt zweifellos noch viel komplizierter sein muss und die Wahrscheinlichkeit eines Gelingens unter Zufriedenheit der meisten Beteiligten sehr gering sein muss.
Dennoch wissen wir bei Großprojekten nicht so genau, Was ist kritische Berichterstattung?, Was ist "politische" Stimmungsmache? und was sich tatsächlich hinter den "Medienkulissen" abspielt.

Am Beispiel Toll-Collect konnten wir mit dem Gesamtprojektleiter von Seiten T-Systems diskutieren, welche Erfahrungen in der Steuerung dieses Projektes gemacht wurden.
Später wurde dies ergänzt um Thesen von Michale Mörike zur Diskussion über das Management von Groß-Projekten - und was wir daraus auch für kleine Projekte lernen können.




Zum Thema hatten wir diesmal also zwei Beiträge:
  • Großprojekte in der IT am Beispiel LKW-Maut (Peter Gerte, Executive Project Manager und Senior Auditor be)

    IT-Großprojekte unterscheiden sich nicht nur durch ihr finanzielles Volumen von anderen IT-Projekten, sondern entwickeln eine starke Eigendynamik mit all ihren Besonderheiten.
    Am konkreten Beispiel des allseits bekannten LKW-Mautprojektes wurden in diesem Vortrag neben einigen Rahmendaten zum Projekt "Maut-Infrastruktur" auch die interessantesten Lessons Learned dieses Mega Projektes im PPP (Public Private Partnership)-Umfeld dargestellt.

    Peter Gerte zeigte uns am Beginn einige Strukturfolien zum Projekt Maut-Infrastruktur zu Toll Collect, dort war er (in den 2 Aufbau-Jahren des Systems) der Gesamtprojektleiter (von Seiten T-Systems) und hatte 35 Teilprojektleiter mit insgesamt ca. 2.000 Mitarbeitern unter sich.
    Nach ausführlicher Erklärung der Organisationsstruktur des Mega-Projektes ergänzte er die einzelnen Aspekte dieser Projektarbeit durch Erkenntnisse, welche er in den letzten beiden Jahren als Auditor von IT-Großprojekten machen konnte (und wechselte gleichzeitig zu einem allgemeinen Foliensatz über IT-Großprojekte).
    Wichtig war, sich am Anfang genügend Zeit zu nehmen, das Projekt "von oben" sauber zu strukturieren. So spielte das "Kernteam" mit insgesamt 8 Personen eine zentrale Rolle für die Gesamtsteuerung des Projektes. Wichtig war auch, dass die im Kernteam abgebildete Struktur (Commercial Mgmt., Sales/Claiming, Konvergenz-Mgmt., usw.) sich in den Teilprojekten "wiederfand" durch entsprechende Rollen in diesen Teilprojekten. Diese Mitarbeiter der Teilprojekte fungierten dann als Ansprechpartner und "einzige Schnittstelle" der jeweiligen Themen-Verantwortlichen im Kernteam.
    Dies entlastete Hr. Gerte in der Rolle der Gesamt-Projektleitung, zumal er selbst häufig die "Aussenvertretung" des Projektes wahrnehmen musste, sich also häufig mit Auftraggebern, Projektpartnern etc. abzustimmen hatte.
    Der ausführliche Vortrag wurde durch zahlreiche Fragestellungen von Seiten der über 40 Zuhörer ergänzt und erweitert.

    Die speziellen Folien zum Maut-Projekt können nicht publiziert werden, wohl aber die verallgemeinerten Folien, siehe Anhang.


    » Vortragsfolien (PDF, 264.1 KByte)

  • Thesen und Diskussion zu Großprojekten: Was können alle daraus lernen ? (Michael Mörike, selbständiger Projektmanager)

    Führung im Großprojekt - dazu wurden von Michael Mörike, der selbst einige große Projekte leitete - Thesen zur Diskussion gestellt. Sie lassen sich auf folgende Weise knapp zusammenfassen:
    1. Je größer ein Projekt, umso mehr ist Führung durch Werte statt Anweisung erforderlich.
    2. Alle Phänomene, die in Großprojekten beobachten werden, treten auch in kleinen Projekten auf - nur nicht so deutlich.
    Es diente der Fragestellung: Was und wie können wir also aus einem Großprojekt für unsere kleinen Projekte lernen?

    Die (leicht provokanten) Thesen regten die Diskussion (incl. Herrn Gerte) gut an, so beteiligten sich zahlreiche Besucher an der Diskussion. Wir fanden einige bemerkenswerte weitere Aspekte, auch viele Übereinstimmungen und beschlossen den interessanten Abend erst deutlich nach 21 Uhr.

    Beiliegend die Thesen von Michael Moerike


    » Vortragsfolien (PDF, 9.7 KByte)

 

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