Bericht vom Treffen der regionalen Fachgruppe "IT-Projektmanagement"
am 27. April 2007

zum Themenfeld
Benutzeroberfläche/GUI, Usability, Prototyping


Der Abend drehte sich diesmal um (grafische) Benutzeroberflächen, die Benutzungsschnittstelle eines Systems, die gute "Benutzbarkeit" (Usability) eines Systems (auch im internationalen Einsatz), und alles was damit zusammenhängt. Ein ergänzendes Thema ist das sogenannte Paper-Prototyping, zu dem über ein praktisches Beispiel berichtet wurde.
So gab es drei Vorträge zu unterschiedlichen Aspekten:

  • Gebrauchstaugliche Benutzungsoberflächen (Prof. Astrid Beck)
    Es wurde eine Einführung in das Thema Usability und benutzerzentrierte Gestaltung von Benutzungsoberflächen gegeben. Die wichtigsten Methoden sowie Standards und Normen wurden anhand von Beispielen erläutert.
    Weitere Themen: Navigation und Content. Text und Grafik. Fonts und Farbe.
    Erörtert wurde, worauf es bei benutzungsfreundlicher Software ankommt, damit sie den Benutzern Spaß und echten Nutzen bietet.
    Hier die Folien von Prof. Astrid Beck


  • Papierprototyping mit dem Kunden (Dr. Karen Dittmann, AEB Stuttgart)
    Für ein schweizer Pharmaunternehmen sollte eine maßgeschneiderte Versandlösung implementiert werden. Eine Herausforderung für den Software Lieferanten, der hauptsächlich Standard-Software herstellt und vertreibt...
    Frau Dr. Dittmann hatte das Verfahren "Papierprotyping" im Workshop auf dem Experten-Forum Stuttgart 2006 bei Prof. Astrid Beck kennen- und schätzen gelernt. In einem lebhaften Erfahrungsbericht stellte sie nun dar, wie in der Designphase dieses Kundenprojektes die Methode des Papierprototypings angewandt wurde. Beispiele für die Evolution der Prototypen von der Designphase bis zur Realisation konnten angeschaut werden.
    Abschließend wurden aus dieser Erfahrung heraus Vor- und Nachteile der Methode bewertet.
    Hier die Folien von Dr. Dittmann als ppt-Datei


  • Usability und Internationalisierung (Brian Heumann, www.thinkregion.com)
    In Zeiten der Globalisierung bekommt für viele Anbieter der internationale Einsatz von Websites immer mehr Bedeutung. Dieser Vortrag gab einen Überblick, wie Usability und Internationalisierung zusammenhängen und welchen Einfluss Internationalisierung auf das Erleben des Benutzers hat. Speziell die persönliche und soziale Akzeptanz ist im interkulturellen Umfeld schwer zu adressieren. Oft liegt das bisherige Wissen über interkulturelle Themen nur in anekdotischer Form vor. Hier bietet das Modell des Soziologen Geert Hofstede einen Rahmen, um solches Wissen methodischer und gezielter zu nutzen. Der Vortrag zeigte, wie das Modell für Werbung und Web Site Gestaltung angewendet werden kann und welche Grenzen es hat.
    Hier die Folien von Brian Heumann

Das Foyer bei der COR AG in Leinfelden-Echterdingen - diesmal unsere Gastgeber - war mit etwa 40 Teilnehmern gut gefüllt, und die interessanten Diskussionen des Abends endeten erst gegen 21 Uhr.

(Autor: Karsten Hoffmann)

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